Solothurn gehört zu den ältesten Städten der Schweiz. Die römische Siedlung Salodurum entwickelte sich an einem wichtigen Übergang über die Aare und hinterliess bis heute sichtbare Spuren im Stadtgrundriss. Im Mittelalter wuchs die Stadt innerhalb ihrer Befestigungsanlagen und erlangte als freie Reichsstadt eine bedeutende politische Stellung.
Mit der Anwesenheit der französischen Botschaft ab dem späten 16. Jahrhundert erlebte Solothurn eine kulturelle und bauliche Blütezeit. Die Barockzeit prägte das Stadtbild nachhaltig: Zahlreiche Kirchen, Patrizierhäuser und öffentliche Bauten entstanden in dieser Epoche und verleihen der Altstadt bis heute ihren charakteristischen Charakter. Solothurn gilt deshalb als eine der schönsten Barockstädte der Schweiz.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs die Stadt über ihre historischen Grenzen hinaus. Gründerzeitliche Wohnhäuser und Industriebauten prägten die neuen Stadtquartiere jenseits der Altstadt. Der Bahnhof und die Erweiterung der Infrastruktur schufen die Grundlage für eine breitere städtebauliche Entwicklung.
Im späteren 20. Jahrhundert wurden Stadtränder und Agglomerationsgemeinden stärker besiedelt. Heute steht Solothurn vor der Aufgabe, das historische Erbe zu pflegen und gleichzeitig zeitgemässes Bauen im Bestand und in der Verdichtung zu ermöglichen.