Schwyz, der namengebende Hauptort des gleichnamigen Kantons, blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück. Bereits im Frühmittelalter entwickelte sich hier eine bäuerliche Gemeinschaft, die im 13. Jahrhundert durch den Beitritt zur Eidgenossenschaft politisch an Bedeutung gewann. Die Bundesbriefkapelle und das Bundesbriefmuseum erinnern an diese historische Schlüsselrolle.
Das Ortsbild von Schwyz wird massgeblich von stattlichen Patrizierhäusern des 17. und 18. Jahrhunderts geprägt. Wohlhabende Söldnerführer liessen sich nach erfolgreichen Kriegszügen prächtige Barockbauten errichten, die bis heute das Bild der Hauptgasse und des Hauptplatzes bestimmen. Dieser reiche Bestand an Barockarchitektur verleiht Schwyz ein in der Schweiz eher seltenes, geschlossenes Ortsbild.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert ergänzten historisierende und spätklassizistische Bauten das gewachsene Ensemble. Mit dem Ausbau der Infrastruktur und dem Eisenbahnanschluss entstand auch in Schwyz eine bescheidene Gründerzeitarchitektur. Im 20. Jahrhundert wuchs die Gemeinde durch Wohnsiedlungen und öffentliche Bauten in die umliegenden Hanglagen und das Talgelände hinein.