Allschwil, am westlichen Rand der Agglomeration Basel gelegen, blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück. Der Ortskern mit seinem charakteristischen Dorfplatz und den gut erhaltenen Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert zeugt von einer ländlich geprägten Vergangenheit, in der Landwirtschaft und Handwerk das Ortsbild bestimmten.
Mit der Industrialisierung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wandelte sich Allschwil schrittweise von einem Bauerndorf zur Wohngemeinde im Einzugsgebiet von Basel. Einfamilienhäuser und erste Mehrfamilienhäuser entstanden, die Gemeinde wuchs flächenmässig deutlich. Die Nähe zur Basler Chemieindustrie zog Arbeitnehmende an und trieb die Bevölkerungsentwicklung voran.
In der Nachkriegszeit und besonders ab den 1960er-Jahren prägte der suburbane Wohnungsbau das Siedlungsbild: Siedlungen, Zeilenbauten und Einfamilienhausquartiere dehnten sich in die Umgebung aus. Gleichzeitig siedelten sich im Gemeindegebiet bedeutende internationale Unternehmen der Pharmaindustrie an, was zu grossen Büro- und Laborkomplexen im modernen Baustil führte.
Heute vereint Allschwil historische Bausubstanz im Dorfkern mit modernen Gewerbe- und Wohnbauten. Die Gemeinde gilt als eine der einwohnerreichsten des Kantons Basel-Landschaft und steht vor der Herausforderung, Wachstum und Qualität des Siedlungsraums in Einklang zu bringen.