Wettingen blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück, die bis ins Mittelalter reicht. Prägend für das Ortsbild war über Jahrhunderte das Kloster Wettingen, eine bedeutende Zisterzienseranlage, die im frühen 13. Jahrhundert gegründet wurde und deren Bauten den Dorfkern massgeblich formten.
Im 19. Jahrhundert erlebte Wettingen durch die Industrialisierung und den Anschluss an das Eisenbahnnetz eine markante bauliche Erweiterung. Entlang der Bahnlinie und im Talboden entstanden Fabrikgebäude und Arbeiterwohnhäuser, die den Übergang von der Agrar- zur Industriegemeinde baulich dokumentieren.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Wettingen zu einer der einwohnerstärksten Gemeinden des Kantons Aargau. Es entstanden ausgedehnte Wohnquartiere mit Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhaussiedlungen, die das Siedlungsgebiet beträchtlich ausweiteten. Diese Wachstumsphase prägte das Ortsbild nachhaltig und führte zur heutigen Mischung aus historischem Kern und Nachkriegsmoderne.
Jüngere Jahrzehnte stehen im Zeichen der Erneuerung und Nachverdichtung. Ältere Wohnbausubstanz wird saniert und energetisch ertüchtigt, während einzelne Areale für eine zeitgemässe Überbauung neu entwickelt werden.